Brela besteht nicht nur aus Meer und Stränden; sein Hinterland bewahrt alte Häuserkomplexe und Weiler, die von der ursprünglichen Architektur am Fuße des Biokovo-Gebirges zeugen. Diese steinernen Kulturdenkmäler mit ihren gemeinsamen Höfen und engen Gassen erzählen die Geschichte einer vergangenen Lebensweise.
Brela: Steinreihen entlang des Meeres und der Magistrale
Unter den Komplexen, die eindrucksvolle Elemente der lokalen historischen Bauweise bewahrt haben, ragen folgende heraus:
Ivanci: direkt unterhalb der Magistrale an einem steilen Hang gelegen, der zum blauen Meer abfällt. Sie sind an ihren offenen, gemeinsamen „dvorovi“ (Höfen) zu erkennen, die einst das Zentrum des sozialen Lebens bildeten.
Krug: am äußersten Rand von Brela oberhalb der Magistrale gelegen, in Richtung des Weilers Topići bei Baška Voda.
Donji und Gornji Zelići, Šošići (Banja) sowie Kričak: Komplexe, die mit ihrer Steinstruktur weiterhin der Zeit trotzen.
Juričići, Ribičići und Medići: im oberen Teil von Brela oberhalb der Magistrale gelegen, in unmittelbarer Nähe der St.-Georgs-Kirche.
Gornja Brela: Hirtentradition und „Balaturen“
In Gornja Brela nimmt die Architektur einen noch ursprünglicheren, ländlichen Charakter an:
Tomaši: oberhalb der Kirche der Muttergottes von der Gesundheit gelegen. Sie zeichnen sich durch Häuserreihen mit authentischen Außentreppen aus – den Balaturen, die ein Markenzeichen des dalmatinischen Hinterlandes sind.
Prosik: ein Weiler auf einem sonnigen Steinplateau (Prisoj) mit Blick auf den beeindruckenden Canyon.
Zaveterje: ein Gebiet, das die Weiler Ursići, Brkulji, Tomaši, Drinovci und Bartulovići umfasst. Diese Komplexe entwickelten sich aus ehemaligen Hirtenhütten, wohin die Einwohner von Brela im Sommer das Vieh zur Weide trieben.
Saisonale Siedlungen des Biokovo
Ein besonderes Juwel sind die heute weitgehend verlassenen „sekundären ländlichen Siedlungen“ hoch oben im Biokovo-Massiv. Dort lebte man saisonal von Frühling bis Herbst und folgte dem Rhythmus der Natur und des Viehs. Diese Siedlungen stellen heute ein wertvolles Denkmal für das Zusammenleben von Mensch und Berg dar.