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Kultur

Bischof Nikola Bijanković, Diener Gottes

Bischof Nikola Bijanković war nicht nur ein hoher kirchlicher Würdenträger, sondern ein wahrer Volksführer, den aufgrund seiner Selbstlosigkeit sogar die Osmanen als einen „Mann Gottes“ betrachteten. Im Gedächtnis der Bewohner der Riviera von Makarska ist er bis heute als „der selige Bijanković“ bekannt.

Silber gegen Getreide
Seine Opferbereitschaft zeigte sich am deutlichsten in Krisenzeiten. Aufzeichnungen aus dem Jahr 1724 bezeugen, dass er in der Absicht, eine große Hungersnot im Volk zu lindern, Getreide beschaffte, indem er sein gesamtes Silberbesteck und sogar zwei seiner Kelche verpfändete.

Baumeister und Feldkaplan
Als Feldkaplan nahm er während des Morea-Krieges an der Befreiung von Sinj, Herceg Novi und der Neretva-Region teil. Nach der heroischen Verteidigung von Sinj im Jahr 1715 ließ er in Brela zum Dank die Kirche „Unsere Liebe Frau vom Siege“ (heute die Kirche der Muttergottes vom Karmel) errichten.

Legenden über Geisteskraft und Wunder
Die Überlieferung in Brela bewahrt faszinierende Geschichten über sein Leben:

Die Begegnung mit den Räubern: Als er erfuhr, dass sechs Räuber planten, ihn zu töten, erwartete er sie gelassen im Oratorium von Brela, gekleidet in sein festlichstes Gewand. Auf seine Frage: „Wen sucht ihr?“, erschraken die Angreifer so sehr über seine Autorität und seinen Frieden, dass sie spurlos flüchteten.

Beschützer unter der „Schrecklichen Klippe“ (Strašna kosa): Um die Bewohner von Brela vor Steinschlägen der Klippe namens Strašna kosa zu schützen, ritt der Bischof auf einem Esel in eine Höhle unterhalb der Felswand und legte dort heilige Reliquien nieder, um das Dorf zu bewachen.

Reis am Strand: Im Volksgedächtnis blieb auch das ungewöhnliche Bild des Bischofs haften, wie er „am Strand Reis säte“ – eine Geste, die seine Sorge um die Fruchtbarkeit und das Überleben in dieser kargen Karstlandschaft symbolisierte.

Zwei Gräber
Nach seinem Tod wurde der Bischof in der St.-Markus-Kathedrale in Makarska beigesetzt, mit der demütigen Grabinschrift: „Staub, Asche und nichts“. Doch seine Eingeweide wurden – entsprechend den damaligen Bräuchen und seiner besonderen Verbindung zu Brela – in einem kleinen Grab vor dem Hauptaltar der Kirche „Muttergottes vom Karmel“ in Soline bestattet.

Wunderbare Heilungen
Unmittelbar nach seinem Ableben hielt Don Eugen Vusio aus Makarska die Zeugnisse von 125 lebenden Personen über wunderbare Heilungen fest, die durch die Fürsprache des verstorbenen Bischofs geschehen waren, was seinen Status als Heiliger im Volk bestätigte.

 

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