Natur
Zum Gedenken an die Giganten
Lernen Sie die stummen Zeugen unserer Geschichte kennen – Bäume, die jahrhundertelang der Zeit trotzten, und die Menschen, die sie liebten.
🌲 Die Bijanković-Kiefer
Symbol des Friedens und der Spiritualität
Einst eines der schönsten Symbole von Brela, wuchs diese über 300 Jahre alte Kiefer direkt aus dem nackten Stein und zeugte von der Kraft des dalmatinischen Karsts.
Historische Verbindung: Unter ihrer ausladenden Krone meditierte der Bischof von Makarska, Nikola Bijanković (1645–1730). Als großer Wohltäter von Brela ließ er nach dem Sieg über die Türken bei Sinj im Jahr 1715 die Kirche der Muttergottes vom Siege (heute die Kirche der Muttergottes vom Berge Karmel) erbauen.
Schicksal und Erbe: Obwohl die ursprüngliche Kiefer 1983 zerstört wurde, hat Brela sie nicht vergessen. Heute erinnern an sie:
- eine neue Kiefer, die an derselben historischen Stelle gepflanzt wurde
- das Bischof-Denkmal, das 2015 neben der Kirche errichtet wurde
- eine Straße in Brela, die stolz seinen Namen trägt.
🌳 Die alte Eiche von Soline
Die wunderbare Rückkehr eines Naturdenkmals
Die Flaumeiche (Quercus pubescens Villd.) war ein wahres Naturphänomen – ein Gigant mit einer 20 Meter breiten Krone, der dem Meersalz und dem mediterranen Klima trotzte. Bereits 1967 wurde sie als Naturdenkmal geschützt.
Vom Verlust zur Wiedergeburt:
Nachdem die ursprüngliche Eiche 2012 in einem Sturm gestürzt war, begann eine außergewöhnliche Rettungsaktion ihres genetischen Erbes:
- 2012 – Der Anfang: Vom gestürzten Baum wurden Triebe entnommen und unter kontrollierten Bedingungen veredelt.
- Die Reise nach Slawonien: Die jungen Setzlinge wurden in Kutjevo und Bjelovar sorgfältig aufgezogen. Eine entscheidende Rolle spielte dabei der Forstingenieur Milan Žgela, der den einzigen überlebenden Setzling jahrelang in seinem eigenen Garten pflegte, bis dieser eine Höhe von über 5 Metern erreichte.
- Heimkehr: Dank des Einsatzes von Fachleuten und des Tourismusverbandes Brela kehrte die Eiche schließlich nach Hause zurück. Sie wurde am 13. April 2019 feierlich im Hof der Kirche der Muttergottes vom Berge Karmel gepflanzt, wo sie heute als direkter genetischer Nachfolger des uralten Giganten wächst.
Wissenswertes: Diese Eiche war wahrscheinlich das älteste und größte Exemplar ihrer Art in der gesamten Gespanschaft. Dank menschlicher Beharrlichkeit wird ihre jahrhundertealte Tradition fortgesetzt.












